26.11.17 - Achtbares Ergebnis gegen den Tabellenführer

Nach 4:0 Start geht den Herren I die Luft aus

Ein tolles Match gegen den Tabellenführer ging am Samstagabend für unsere Herren I mit 5:9 verloren. Das Resultat sorgte sicherlich für einiges an Verwunderung, doch die Leistung des Sextetts hätte bei einem glücklicheren Spielverlauf fast noch zu mehr gereicht und damit einen großen Überraschung. Trotz der geschwächten Aufstellung, die Gäste aus der Ortenau verzichteten auf drei Stammspieler, blieben die Hohberger natürlich Favorit. Doch mit viel Herz und mit einem optimalen Start im Rücken brachte man den Tabellenführer kräftig zum Schwitzen und lieferte eine sehr gute Gesamtperformance ab. Schlussendlich sollte es aber nicht ganz reichen und man musste sich der Klasse des Spitzenreiters beugen.

Nach der dreiwöchigen Pause galt es gegen den Konkurrenten von Beginn an den eigenen Rhythmus zu finden, um sich zumindest selbst nichts vorwerfen zu können. Wie im letzten Heimspiel startete man mit einem absoluten Traumstart von dem man in der Folge zehren wollte, um zumindest eine Punkteteilung erreichen zu können. Jedoch steigerte sich die Reserve des Badenligisten und demonstrierte wahre Stärke. Es wäre ein erheblicher Rückschlag im dichten Spitzenfeld der Verbandsliga gewesen. Man hatte nach dem Match aber auch keine Schwierigkeiten das starke Spiel des Gegners anzuerkennen.

In den Einzelbegegnungen wurde der Qualitätsunterschied in den entscheidenden Momenten offensichtlich und dadurch, dass Adrian auf heimischer Seite nicht ganz fit in die Partie ging, brachte unsere Farben auch um die realistische Möglichkeit im Toppspiel des Abends einen weiteren Punkt auf die Anzeigetafel zu bringen. Trotz alledem gibt dieser Auftritt zusätzlich Mut und Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf, denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die die Kontrahenten in der höheren Liga auch eigene positive Entwicklungen mit sich gebracht haben. So spielen derzeit Franz und Philipp auf einem sehr hohen Niveau und können dieses auch Spiel für Spiel abrufen. Demnach ist vor den letzten drei Vergleichen vor der Weihnachtspause zuversichtlich entgegen zu blicken.

Spielfilm:

TTC: Adrian Glunk, Horst Zajonc, Michael Grundig, Franz Richardt, Frank Kury, Philipp Glunk

Hohberg II: Achim Stoll, Luca Holub, Aljoscha Gühr, Marco Spitz, Jonas Löffler, Martin Kappel


- Nach dem Spiel in Auggen kehrten Adrian und Frank zurück in das Team, während der Gast auf drei Akteure verzichten musste. Mit Shidong Li fehlte die Nummer 1, sowie die beiden erfahrenen recken im mittleren Paarkreuz, Thomas Huck und Michael Feißt. Die änderte die Sachlage natürlich etwas, da angestammte Spieler aus gewohnten Paarkreuzen nach vorne rückten und es somit zu Duellen kam, die man vor den ersten Ballwechseln so nicht erwarten durfte. Sicherlich lag in den Doppelbegegnungen dadurch ein Vorteil durch die Eingespieltheit.

- So kam es auch tatsächlich, denn wie im letzten Heimspiel führte das heimische Team nach den Doppel sensationellerweise mit 3:0. Während die Gebrüder Glunk keinerlei Schwierigkeiten mit Holub/ Kappel hatten, bissen sich die Routiniers Horst/ Michael grandios in ihr Spiel. Zwei klare Sätze musste man abgeben, doch mit dem dritten Durchgang in der Verlängerung wurde der Instinkt geweckt. Mit den besseren Nerven konnte das Duo Stoll/ Spitz tatsächlich noch besiegen und für einen unerwarteten Punkt sorgen. Ebenfalls in guter Verfassung zeigte sich das verlässliche Doppel 3 mit Franz/ Frank. Gegen Gühr/ Löffler fanden beide die richtige Mischung aus aggressivem stören und sehenswertem passiven Spiel.

- Dieser Traumstart wurde von Adrian gegen Holub veredelt, denn trotz seiner gesundheitlichen Probleme entnervte er sein Gegenüber erfolgreich mit weniger aktivem Spiel als gewohnt. Doch es sollte reichen und der Zwischenstand von 4:0 ließ die Gäste erst einmal perplex zurück und die heimischen Zuschauer auf eine Überraschung hoffen. Umsonst stehen die Hohberger jedoch nicht an der Spitze und so läutete der ehemalige Zweitligaspieler Stoll die Aufholjagd ein. Obwohl Horst sehr stark aufspielte und herausragende Punkte verzeichnete, war es ihm nicht vergönnt seinen überfälligen ersten Saisonsieg einzufahren.


- Der Vorsprung konnte im mittleren Paarkreuz konserviert werden und so stand es 5:1! Während Michael weiterhin mit sich selbst haderte, obwohl er gegen den stark aufspielenden Spitz den ersten Satz gewann, konnte Franz seine starke Form einmal mehr unter Beweis stellen. "Zisch" hatte immer wieder mit der Konzentration zu kämpfen, die ihn im weiteren Spielverlauf verließ. Da der junge Gästeakteur weiterhin schönes offensives Tischtennis bot, setzte sich in diesem Match die Konstanz durch. Mit taktisch ausgereiftem Spiel hielt Franz seinen ehemaligen Schützling Gühr in Schach. Dieser stellte sein Spiel ab dem dritten Durchgang um und konnte so den Entscheidungssatz erzwingen. Die größere Routine und die besseren Nerven setzten sich aber verdientermaßen durch.

- Diese Steilvorlage wurde somit an Frank und Philipp weitergereicht. In der Nachbetrachtung waren es wohl diese beiden Duelle, die spielentscheidend waren. Denn es sei vorweg genommen - beide erreichten den fünften Satz und hatten dort kein Fortune. Somit waren die Gäste beim Stand von 3:5 wieder voll im Geschehen. Frank hatte nach einem anstrengenden Tag bei der Südbadischen Rangliste nicht mehr die besten Körner und konnte sich trotz Aufholens von zwei Sätzen gegen einen Gegner mit einer ähnlichen Spielanlage nicht siegbringend behaupten. Kappel setzte sich u.a. mit einem schönen Ball zum Ende des fünften Satzes durch, nachdem Frank einen hohen Vorsprung verspielte. Mindestens genauso ärgerlich war die Niederlage von Philipp, der sich beim Stand von 10:8 zwei Matchbälle erspielte und in der Folge noch zwei weitere bekam. Doch es sollte nicht sein, da Löffler nervenstark mit Offensivpower dagegen hielt und für einen wichtigen Zähler sorgte, so dass die sehr starke Performance von Philipp nicht belohnt wurde.

- Zu Beginn der zweiten Runde hatte Adrian auch einiges Pech am Schläger. Den hohen Vorsprung, den er im ersten Satz nicht nutzen konnte sorgte schon für Missstimmung, doch die serienweise gespielten "faulen" Bälle im Folgesatz sorgten gepaart mit der Schwächung für die Entscheidung. Gegen den praktisch fehlerlosen Stoll, dem Adi in fittem Zustand sicherlich mehr Paroli hätte bieten können, war somit kein Kraut gewachsen. Horst hingegen mühte sich parallel zu seinem Teamkollegen gegen Holub, der mit seiner starken Vorhand das Duell dominierte. Nach taktischer Anpassung kam Horst noch einmal zurück, doch eine erneut gute Vorstellung reichte auch diesmal nicht.

- Dicht vor seinem ersten Saisonsieg und noch einmal einer Initialzündung für den weiteren Abend stand Michael in seinem zweiten Einzel. Gühr erwischte auch in diesem Match nicht den besten Start und lag erneut schnell 0:2 zurück. Jedoch konnte Michael die Angst des Besiegens nicht überkommen und ließ nach. Dadurch stärkte er seinen Gegenspieler zudem, der sich nach und nach besser zurechtfand. "Zisch" fand nicht mehr zurück und musste eine wirklich ärgerliche und vermeidbare Pleite einstecken. Am vorderen Tisch stieg das Aufeinandertreffen zwischen Franz und Spitz. In einem wirklich tollen Match stand der heimische Akteur dicht vor seinem zweiten Tagessieg. Dem 0:2 Satzrückstand begegnete er mit einer Umstellung im eigenen Spiel und konnte sich tatsächlich zwei Matchbälle erspielen. Wie bei Philipp sollte dies aber nicht ausreichen...

- Frank hatte zu diesem Zeitpunkt bereits gegen Löffler klar in drei Sätzen verloren und Philipp den ersten Satz gegen Kappel gewonnen. Daher wäre ein weiterer Punkt sicherlich interessant gewesen, denn dann wäre das Schlussdoppel durchaus realistisch gewesen. Daher galt es sich zum Spielende schon etwas zu grämen, da knappe Vergleiche nicht gewonnen wurden, um das Match noch bis zum Schluss auszureizen. Aber der Auftritt stimmt mehr als nur positiv, auch wenn unter dem Strich am Ende nichts dabei übrig bleib. Aber es ist auch anuzuerkennen mit welchem Mut und mit welchem Verve sich die Gäste den eigenen Situationen mit dem Rücken zur Wand lösten. In geselliger Runde beschloss man den Abend bei der Spielanalyse.


Ausblick:

Bereits am kommenden Samstag steht die nächste Prüfung für die Mannschaft an. Erneut geht es gegen ein Toppteam der Verbandsliga, wenn der Weg in das weit entfernte Mühlhausen führt. Beim momentanen Tabellendritten nach Minuspunkten, die lediglich eine Niederlage auf dem Konto haben, gilt es erneut an das Maximum heranzukommen, um das Spiel so lange wie möglich offen zu halten.

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