23.3.17 - Vier Punkte innerhalb von 24 Stunden

Dem Sieg beim Schlusslicht folgt die Kür in Wehr

Nach Wochen ohne Spiel stand für die Herren I direkt ein Doppelpack am Oberrhein bevor. Am Samstagnachmittag trat man beim Tabellenletzten TTC Laufenburg an, während am folgenden Vormittag das Gastspiel beim TTC Wehr anstand. Aus beiden Vergleichen ging das Sextett als Sieger hervor und unterstrich somit einmal mehr, dass Platz 3 das ausgegebene Ziel ist. Dem 9:3 in Laufenburg, die damit auch rechnerisch als Absteiger feststehen, kam in Wehr ein 9:4 Sieg hinzu, so dass innerhalb von weniger als 24 Stunden vier Zähler auf das Konto der Suggentäler wanderten. Somit verteidigte man den kleinen Vorsprung auf den ärgsten Verfolger und hat bei noch zwei ausstehenden Matches die Karten selbst in der Hand.

Los ging die lange Reise nach Laufenburg am Samstagnachmittag und der Ungewissheit wie die Mannschaft nach Wochen ohne Rundenspiel mit den ungewohnten Plastikbällen zurechtkommt. Verlor man in der vergangenen Saison dort doch im Schlussdoppel und hatte somit noch etwas zu korrigieren. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Erfolg steigerte sich zudem durch die Aufstellung von Lukas Köhler, der verletzungsbedingt schon die ganze Rückrunde ausfällt und somit für geschenkte Punkte bei den Gegnern sorgt. So auch an diesem Tag, so dass drei Punkte schon sicher waren ohne zu spielen. Somit trat das Schlusslicht in "optimaler" Besetzung an, die das Sextett der Suggentäler in der Rappensteinhalle empfing.

Durch den Ausfall des zweiten Doppels bekamen Horst/ Michael ihren Sieg geschenkt, während es für Fabian/ Berthold und Franz/ Frank an die Tische ging. Das erstgenannte Duo präsentierte sich dabei gegen das gegnerische Spitzendoppel Bürgin/ Alajbegovic in sehr guter Verfassung und harmonierte prächtig. Nach dem verlorenen ersten Satz übten beide deutlich mehr Druck aus und erspielten sich einen überraschen, aber auch verdienten Erfolg. Eher konzept- und ratlos verlief das Match der beiden anderen Teamkollegen. Franz/ Frank kamen gegen Zindel/ Weierstall nie so wirklich zurecht und mussten regelmäßig die Antworten ihrer Gegenüber aushalten. Da die Trefferquote recht hoch lag, musste man die Partie abgeben.

In den Einzeln startete die Begegnung mit dem Duell zwischen Bernhard Bürgin und Horst, der zu Beginn gar nicht wirklich da war. Nach einem klaren ersten Druchgang vergab der Routinier etliche Satzbälle, was die gegnerische Nummer 1 zu nutzen wusste. Die große Hypothek von zwei Sätzen konnte er nicht kompensieren und somit stand es nach dem weiteren geschenkten Zähler für Fabian 3:2. Der Vorspung wurde anschließend erwartungsgemäß in der Mitte ausgebaut. "Zisch" variierte sein Spiel gegen Heiko Zindel äußerst effektiv und brachte die drei Sätze in souveräner Manier nach Hause. Ähnlich chancenlos war Jürgen Müller gegen Franz, der durch sein sicheres Spiel nie Gefahr lief eine Niederlage zu kassieren. Anders stellte sich das Geschehen dann im hinteren Paarkreuz dar.

Berthold spielte dabei ungewohnt offensiv gegen Salko Alajbegovic, der mit seinem unangenehmen Spiel immer wieder stören konnte. Die Fehlerquote war bei dem TTC'ler schlichtweg zu hoch, dennoch präsentierte er sich nicht allzu schlecht. Spannend machte es Frank am Nebentisch gegen Torsten Weierstall. Die Inkonstanz prägte das Match, da er sowohl Satz eins und drei verschlief und in den jeweils anderen Durchgängen gut auftrat. Im Entscheidungssatz schien er bereits auf der Siegerstraße und verspielte fast noch einmal alles. Jedoch schaukelte er die beiden letzten Ballwechsel zu seinen Gunsten und so stand ein komfortabler 6:3 Vorsprung nach der ersten Runde.

Bürgin vs. Gäßler hieß das Aufeinandertreffen, da mit den größten Erwartungen verbunden war. Schlug der 13-jährige den Altmeister in der Vorrunde noch äußerst knapp konnte er das Geschehen weitgehend bestimmen. Durch seine Variabilität in den Aufschlägen sorgte er oft für Probleme beim Gegner und konnte somit sein offensives Spiel mit der Vor- und Rückhand aufziehen. Dies war schlussendlich auch der Schlüssel zum Erfolg und so triumphierte der Junior nach einer tollen Leistung völlig verdient gegen einen der besten Akteure der Landesliga. Bekanntlich blieb Horst sein zweites Spiel und somit die Möglichkeit auf Wiedergutmachung verwehrt. Somit war es an Franz den Sack zuzuschnüren, was er ohne große Gegenwehr von Zindel problemlos tat. Am Ende stand ein 9:3 Sieg und die Tatsache, dass die lange Pause für etwas Anlaufschwierigkeiten sorgte, die aber zügig aus dem Weg geräumt werden konnten.


Mit einer schwierigeren Aufgabe bekam es die Mannschaft zur ungewohnten Zeit am Sonntagmorgen zu tun. Der TTC Wehr kämpft als Aufsteiger um den Klassenerhalt und steht derzeit auf dem Relegationsplatz. Dementsprechend motiviert sollten die Gastgeber antreten, die am Abend zuvor ebenfalls im Einsatz waren und mit 4:9 bei der FT V. 1844 Freiburg III unterlagen. Jegliche Zähler sind in der Endphase der Saison willkommen und somit war mit einem bissigen und engagierten Gegner zu rechnen. Auch in dieses Match gingen beide Parteien in bester Formation und ließen ein umkämpftes Match versprechen.

Ähnlich verwunderlich wie am Vorabend startete das Geschehen in den Doppeln. Sichtlich träge und passiv starteten Horst/ Michael gegen Kima/ Bächle in ihr Spiel. Da die Trefferquote zudem katastrophal war, musste das Duo eine deutliche Niederlage hinnehmen und kassierte eine empfindliche Klatsche in drei Sätzen. Doch Fabian/ Berthold knüpften parallel dazu an ihr tolles Spiel vom Vortag an und reparierten das Missgeschick. Gegen die beiden Spitzenspieler Kleber/ Kuck düpierten sie ihre Kontrahenten nach allen Regeln der Kunst und konnten einen 0:1 Rückstand mit drei siegreichen Sätzen in Folge drehen. Somit war wieder alles in der Reihe. Schönle/ Lauber waren im letzten Doppel die Konkurrenten von Franz/ Frank, die sich deutlich verbessert zeigten. Anfangs vermittelte dies nicht so den Eindruck, doch nach und nach fanden beide zu ihrem Spiel und konnten den Punkt für ihre Farben einfahren.

Die ersten drei Vergleiche zeigten, dass es in den Einzeln ein dickes Brett zu bohren gilt. André Kleber stellte sich dort zu Beginn Horst in den Weg, der sich für die letzten Spiele rehabilitieren wollte. Dies gelang nach einer langen Spielzeit erfolgreich, denn im Schlusssatz bewies er durch die höhere Erfahrung das bessere Händchen. Vermehrt über die Rückhand Klebers konnte er seine Punkte machen und den wichtigen Zähler einfahren. Fabian hingegen bekam es mit Carsten Kuck zu tun, der in der Vorrunde noch fehlte. Das Noppenspiel gepaart mit aggressiven Bällen sagte dem Nachwuchstalent nicht wirklich zu und so musste er eingestehen, dass der Wehrer am Ende völlig verdient gewann und sein Team in Schlagdistanz hielt.

Das große Faustpfand stellte wieder einmal die Mitte dar. Michael und Franz befinden sich seit Wochen in unglaublich starker Form und zeigten dies auch wieder in der Seebodenhalle. Zwar mussten beide situativ ihr bestes Tischtennis auspacken und auch wahrlich kämpfen, doch am Ende scheint derzeit immer das bessere Ende auf der Seite der beiden zu liegen. Erst besiegte Michael seinen Gegenpart Mirco Kima in dominanter Art und Weise, während Franz gegen Dirk Schönle doch mehr zu beißen hatte. Zwei Sätze entschied er über die Verlängerung und so standen im Spielbericht sechs gespielte Durchgänge und zwei weitere Punkte auf dem Konto - 5:2.

Den Vorsprung wahrten Frank und Berthold in der Folge. Während Berthold relativ ungefährdet begann, fand sich Ralf Bächle gegen den Spielstil des Suggentälers immer besser zurecht. Immer wieder schlägt es bei der Suggentäler Nummer 6 ein, doch er rettet sich in vier Sätzen ins Ziel und sicherte den Punkt. Dieses Glück war Frank nicht hold, der kein Plan hatte, wie er Manuel Lauber in den Griff bekommen sollte. Nachdem dieser gefunden war, zeigte sich aber die Last der verlorenen beiden ersten Durchgänge als zu groß, da im Entscheidungssatz die Konzentration und Ausdauer fehlte, um Offensivbälle konstant zu treffen. Somit musste er seinem Gegner an diesem Mittag zum Sieg gratulieren.


Die Wehrer waren damit noch immer in Schlagweite und wussten sicherlich auch dass die Möglichkeiten auf zählbares nun über das vordere Paarkreuz ausgereizt werden müssten. Mit einem tollen Match zwischen Kleber und Fabian startete die zweite Runde der Einzel und sehenswerte Ballwechsel und Punktgewinne beider Seiten verzückten die Anwesenden in der Halle. Da solch ein Schlagabtausch Fabian doch recht gut liegt, feierte er verdientermaßen einen beeindruckenden Sieg über vier Sätze. Im Vergleich der beiden Materialspieler hatte Horst ebenfalls große Schwierigkeiten und fand gegen den sehr gut aufgelegten Kuck keine Mittel. Dieser erwies sich an diesem Tag als zu stark und damit war der Spielstand von 4:7 auf der Anzeigetafel.

Mit diesem Break im Rücken konnten Franz und Michael das Spiel zumachen. Doch für beide war hier noch einmal Schwerstarbeit zu verrichten und sie hatten jeweils das komplizierteste Spiel an diesem Wochenende zu absolvieren. Während Franz mit einem 11:0 aus den Blöcken kam, nahm er Kima in der Folge etwas auf die leichte Schulter. Zwei verlorene Sätze sorgten für Zugzwang, doch mit der richtigen Taktik schaffte er noch einmal den Weg zurück und gestaltete den Entscheidungssatz sehr deutlich. Auch "Zisch" biss sich phasenweise gegen Schönle die Zähne aus, doch auch ihn umhüllt derzeit wohl die Aura des Unbesiegten. Mit tollen Punktgewinnen erspielte er seinem Team zwei weitere Auswärtspunkte und somit die Gewissheit eines perfekten Wochenendes.

Nach vier Punkten aus diesem Doppelspieltag zeigte sich einmal mehr, dass die Mannschaft in dieser Konstellation oben mit dazu zu zählen ist. Jeder der sechs Akteure steuert seinen Anteil zum Erfolg bei und somit auch zu einer tollen Saison. Diese gilt es nun in den letzten beiden Partien zu krönen. In knapp zwei Wochen steht dabei erneut ein Doppelpack bevor, wenn es erst zum SV Eichsel II geht bevor die Saison am folgenden Morgen dann im Suggental gegen den SV Nollingen sein Ende finden wird. Die nächsten beiden Wochenenden sind frei von Rundenspielen für die Herren I, jedoch steht eine Woche vor dem Saisonabschluss das Endturnier im Pokal in Müllheim an.

 

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