5.2.17 - Zwei Zähler zum Doppelspieltag

Der deutlichen Niederlage beim FT V. 1844 Freiburg III folgt der klare Heimsieg am Sonntag

Mit dem dritten und vierten Spiel der Rückserie standen für die Herren I am vergangenen Wochenende zwei Partien an, die Aufschluss darüber geben sollten in welche Richtung es letztendlich noch gehen könnte. Nach dem Doppelpack vom Wochenende ist man jedoch nur bedingt schlauer geworden. Zwar setzte es bei der FT V. 1844 Freiburg III eine unerwartet hohe Niederlage, die man jedoch am Folgetag mit demselben Ergebnis wieder wett machen konnte. Somit bleibt die Mannschaft weiterhin auf dem vierten Rang und zumindest in Reichweite zum Rang darüber. Jedoch zeigte das Spiel in Freiburg auch eindeutig, dass selbst das Optimum in den direkten Duellen der besten Teams der Liga erreicht werden muss, um ggf. noch eine Position gut zu machen. Die sorgenfreie Saison gilt es aber hier noch einmal zu betonen, da man sich auch selbst von solch einem Rückschlag nicht allzu lange verunsichern lässt.

Im ersten Duell reisten die sechs Akteure des TTC in den Stadtteil Rieselfeld, wo man es mit der zweiten Reserve des Vorzeigeklubs aus der Region zu tun bekam. Dass diese die knappe Niederlage im Hinspiel korrigieren wollten, zeigte bereits die Aufstellung. In optimaler Besetzung trat das Sextett an und hatte somit u.a. auch Paul Grzesik mit dabei, der in der ersten Saisonhälfte regelmäßig in der Verbandsliga zum Einsatz kam. Aber auch die Suggentäler konnten in der besten Formation antreten, nachdem Berthold Streifeneder seine Blessur auskuriert hatte und wieder für Philipp Glunk in die Mannschaft rückte. Somit waren die Vorzeichen etwas verschoben, da die Gastgeber etwas in die Favoritenrolle rutschten.

Mit den eingespielten Doppeln legten die Gäste los und kassierten dort direkt einen Kaltstart. Horst/ Michael bekamen es mit Becker/ Grzesik zu tun, die sicherlich als das beste Duo ausgemacht werden konnte. Somit zahlte sich der taktische Kniff voll aus, da sich in den vier Sätzen die Freiburger als das harmonischere Duett bewiesen. Parallel dazu hatten Fabian/ Berthold keine so wirkliche Möglichkeit auf den ersten Punkt, da Leupolz/ Do sich immer wieder besser behaupten konnten und ebenfalls nur einen Satz abgaben. Somit standen Franz/ Frank bereits unter Zugzwang. Der Start gelang und nach dem gewonnen engen dritten Durchgang wähnte man den ersten Zähler auf der Anzeigetafel. Doch Goetschi/ Rohrer gaben nicht auf und konnten das Geschehen doch noch drehen und somit für den 3:0 Zwischenstand sorgen, der die Hoffnungen doch erheblich sinken ließ.

Zu Beginn der Einzel startete Horst mit dem Match gegen Arvid Becker, den er im ersten Saisonspiel nach starkem Kampf knapp bezwingen konnte. Doch an diesem Abend sollte es gänzlich anders laufen. Becker erwies sich als Wand und brachte sämtliche Angriffsschläge der Suggentäler Nummer 2 zurück. Mit der großen Hypothek den ersten Satz chancenlos verloren zu haben, konnte Horst nur noch phasenweise mithalten und sich an diesem Tag eingestehen, dass die bessere Form bei seinem Gegenüber lag. Anders lief die Partie von Fabian gegen Moritz Leupolz. Wie im Hinspiel bekämpften sich die beiden Akteure über die vollen fünf Sätze und gingen auch dort Punkt um Punkt in Richtung Showdown. Am Ende hatte dabei der Freiburger das bessere Ende für sich, nachdem er im Herbst ebenso knapp verloren hatte. Ein weiteres Indiz und symptomatisch für das Spiel an diesem Samstag.

Michael hatte es zeitgleich bereits mit Nick Do als Kontrahent zu tun. Auch hier drehte sich das Resultat zum Leidwesen des TTC. Hatte "Zisch" im Spätjahr noch gewonnen so nutzte der Nachwuchsspieler der FT die leichten Schulterprobleme des Routiniers aus. Nur im dritten Satz konnte er den Gastgeber etwas ärgern und zumindest einen Satz abgreifen. Mit dem ernüchternden Spielstand von 0:6 galt es für Franz gegen Elias Goetschi zumindest einmal einen Punkt zu erspielen. Kurioserweise sollte sich auch hier das Ergebnis umkehren - vergab Franz in der Vorrunde noch einen Satzvorsprung so entnervte er seinen Konkurrent mit seiner Rückhand das ein oder andere Mal und feierte einen überraschend klaren Erfolg. Gegen Linkshänder Lino Roherer legte Berthold in der Folge einen soliden Auftritt hin, der aber nicht ganz reichen sollte. Die engen Sätze entschied der Freiburger für sich, so dass dieses Match über vier Sätze zum Gesamtstand von 1:7 beendet wurde. Der TTC'ler verpasste es dabei seine Möglichkeiten konsequent zu nutzen.

Gegen Paul Grzesik hatte Frank in seinem Spiel nur im zweiten Satz Chancen auf ein kleines Erfolgserlebnis. Doch auch dies gestattete ihm sein Gegner nicht und es setzte somit eine klare Niederlage. Somit steckte man sich nach und nach an und versuchte sich noch möglichst anständig gegen die starken Gastgeber zu verkaufen. Das schaffte Fabian im letzten Aufeinandertreffen des Abends auch, jedoch bewies Becker einmal mehr seine Qualität und spielte den 13-jährigen clever aus. An diesem Tag war nicht mehr möglich und Satzgewinne meist das höchste der Gefühle. Doch arg grämen durfte und konnte man sich nicht, da am kommenden Vormittag bereits die nächste Aufgabe anstand. Schnell abhaken galt es somit und auch die Stärke der FT an diesem Tag einzugestehen.


Zu ungewohnter Zeit am Sonntagvormittag stand zum zweiten Vergleich des Wochenendes die Partie mit der AV GER. Freiburg- St. Georgen an. Selbst kam es zu keinen Veränderungen in der Aufstellung, während die Gäste auf zahlreiche Akteure verzichten mussten. Nachdem man am Vorabend einen wichtigen und unerwartet klaren 9:2 Erfolg über den TTC Wehr einfuhr, musste der Gast vier Spieler ersetzen. Damit stand bereits vor den ersten Ballwechseln fest, dass wohl nur die Höhe des Sieges für den TTC das Thema wird. Im engen Abstiegskampf hatten die Freiburger somit faktisch zwei Punkte bereits vor dem Spiel abgeschenkt. Bastian Knezevic (2), Klaus Padua (3), Alberto Kösel Munoz (4) und Samuel Klose (6) waren nicht mit dabei und wurden von Martin Raic aus der zweiten Mannschaft, sowie Serkan Kizilkaya, Jörg Thiel und Robert Helgiu aus dem dritten Team aufgefüllt.

Unsere Herren stellten die Doppel dabei taktisch auf und spielten mit Franz/ Frank zum ersten mal als Spitzendoppel. Gegen Raic/ Helgiu war die höhere Klasse schnell der Faktor und ohne jegliche Schwierigkeiten spielte das Duo den ersten Punkt ein. Horst/ Michael bekamen es mit den beiden einzigen Stammspielern der Gäste zu tun. Klein/ Masur erwiesen sich dementsprechend als harte Nuss und profitierten mitunter von leichten und vermeidbaren Fehlern der Suggentäler. So kam es dazu, dass die beiden auch ihr zweites Doppel an diesem Wochenende nach einem 2:1 Vorsprung verloren und somit für erstaunte Gesichter in der Halle sorgte. Fabian/ Berthold als letztes Doppel sorgten jedoch für den Vorsprung nach den Doppeln und bezwangen Kizilkaya/ Thiel ungefährdet in vier Durchgängen.

Die Überlegenheit zeigte sich in den Einzeln naturgemäß noch stärker, da lediglich drei Satzverluste eingestanden werden mussten bis zum deutlichen 9:1 Heimsieg. Fabian hatte zu Beginn gegen Stefan Masur überhaupt keine Schwierigkeiten und siegte deutlich in der kürzesten Spieldistanz. Zwar tat dies Horst gegen Thomas Klein parallel auch, doch hatte er gegen den Spitzenspieler schon etwas mehr Mühe. Doch an diesem Morgen funktionierte die Rückhand im Vergleich zum Vortag effizienter und so stand ein etwas täuschender Triumph über drei Sätze. Serkan Kizilkaya war für Franz im nächsten Einzel lediglich ein Sparringspartner. Es gilt dem Kontrahent aber auch zu Gute zu halten, dass dessen angestammte Liga die Kreisklasse B ist und er damit auch kaum Optionen hatte auf diesem Niveau.

Martin Raic machte es Michael da schon etwas unangenehmer und konnte sogar einen Durchgang klauen. Doch die Konstanz fehlte in so einer Partie dann doch und "Zisch" konnte den weiteren Punkt sicher zum zwischenzeitlichen 6:1 einspielen. Frank hingegen bewies gegen Robert Helgiu keine Gnade und kochte den Gegner kurz und schmerzlos ab. Ein wahrhaft ungleiches Duell. Berthold verschlief gegen Jörg Thiel den Start in das Match und musste somit erst einmal einem Rückstand hinterher laufen. Doch er kompensierte den Rückstand und spielte in der Folge deutlich besser und vor allem präziser. In einem ansehnlichen letzten Vergleich machte Fabian gegen Klein dann den Deckel auf den klaren Heimsieg. Schöne Ballwechsel bot das Spiel der beiden Spitzenspieler, dass das Nachwuchstalent durch die etwas bessere Nervenstärke über vier Sätze für sich entscheiden konnte.

Alles in allem war somit ein Trainingsspiel absolviert worden, da die Aufstellung der Gäste jegliche Ambitionen auf ein engeres Match vermissen ließ. Für die Herren I hieß es somit sicherlich das leichteste Spiel der Saison gespielt zu haben was zu dieser Uhrzeit sicherlich auch nicht störend war. In der Summe kam somit ein Doppelspieltag dabei heraus, der so absolut nicht erwartet werden konnte. Zwei deutliche Ergebnisse trugen dazu bei, dass nahezu so viele Partien ausgespielt wurden, wie in einem Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. Eine Pause wird dem Team nicht zugestanden, denn bereits am kommenden Freitag reist ein Trio zum Viertelfinale im Pokal gegen Verbandsligist TTSV Kenzingen. Am Tag darauf kommt der TUS Teningen in das Suggental. Dort ist dann wieder für etwas mehr Tischtennis gesorgt - das Hinspiel ging schließlich 8:8 aus.

 

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