22.1.17 - 9:4 Erfolg im Derby gegen den TV Denzlingen

Angeführt von einem großartig aufspielenden Horst Zajonc gelingt der erste Sieg im neuen Jahr

Wenige Tage nach dem starken Auftakt gegen den TTV Auggen II und der Punkteteilung gegen den Aufstiegsanwärter sicherten sich die Herren I im zweiten Match des Jahres den ersten Erfolg. Relativ ungefährdet und abgezockt schickten die Suggentäler den Gast aus Denzlingen mit 9:4 auf den kurzen Weg nach Hause. Alles in allem bewies man sich im Derby als die besser spielende Mannschaft auch wenn der Konkurrent sich mit Händen und Füßen zu wehren wusste. Dennoch dominierte man die Partie von den Doppeln weg und hatte bei einem zwischenzeitlichen Spielstand von 7:1 den Sieg bereits frühzeitg vor Augen. Mit diesem Heimsieg rutschte die Equipe um Spielführer Franz Richardt auf den dritten Platz und steht zum jetzigen Zeitpunkt der Saison so gut wie noch nie zuvor da. Für die Denzlinger wird es in den kommenden Wochen darum gehen mühsam die Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, um auch in der kommenden Saison die Möglichkeit zu haben im Silberberghaus aufzuschlagen.

Mit dem Rückenwind des tollen Comebacks vom vorherigen Samstag gingen die Mannen aus dem Elztal in das prestigeträchtige Aufeinandertreffen. Dabei mussten beide Formationen kurzfristig noch verändert werden. Bei den Gastgebern ersetzte Philipp Glunk den angeschlagenen Berthold Streifeneder, der somit pausierte. Gebeutelter war hingegen der TVD. Mich Jochen Müller und Michael Schillinger musste man das hintere Paarkreuz ersetzen. Georg Sammel und Jürgen Schmid aus der zweiten Mannschaft taten dies und komplettierten somit die Aufstellung. Das änderte die Vorzeichen etwas und die Favoritenrolle tendierte noch mehr in Richtung TTC. Es war aber auch Vorsicht geboten, da die gegnerische Nummer 1 wieder fit war. Martin Frey machte nach einem Achillesehnenriss sein erstes Saisonspiel und wird im weiteren Verlauf der Rückrunde der Hoffnungsträger des Teams sein.

Los ging es Punkt 20 Uhr mit den ersten beiden Doppeln. Horst/ Michael bekamen es mit Weitkamp/ Schmid zu tun. Erholt von dem völlig verschlafenen ersten Satz fanden die beiden Routiniers in der Folge zu ihrem gewohnten Spiel und konnte schlussendlich einen ungefährdeten Erfolg erzielen. Ähnlich gestaltete sich der Spielfilm beim Doppel am Nebentisch. Fabian/ Philipp hatten es dort mit Frey/ Fischer zu tun. Die beiden Jüngsten des Sextetts schlugen sich beachtlich - Satz 1 wurde gewonnen und im darauffolgenden Durchgang hatte man bereits einen guten Vorsprung. Doch auch hier zeigte sich die Klasse und Erfahrung als siegbringend. Die Konstanz fehlte auf einmal bei den Suggentälern und so stand es folgerichtig 1:1. Daraus wurde dann eine Führung, die das eingespielte Duo Franz/ Frank besorgte. Gegen Weidner/ Sammel hatten sie aber gehörig Schwierigkeiten mit den Noppen von Weidner. Ein umkämpfter Vergleich endete schließlich im letzten und entscheidenden Satz, den man auch durch tolle Returns von Frank siegbringend auf seine Seite zog.

Dass die erste Runde der Einzel in der Folge dann solch ein deutliches Zwischenergebnis zur Folge hatte, war alles andere als abzusehen. Es entwickelten sich etliche enge und spannende Matches, die auch durchaus für eine Verlängerung des Abends hätte sorgen können. Fabian spielte zu Beginn gegen seinen Weggefährten und Kumpel Falk Weitkamp. Beide kennen sich in- und auswendig, so dass auch ein tolles Tischtennis geboten wurde. Da Fabian i.d.R. aber der etwas bessere Akteur ist, zeigte sich auch in dieser Partie wieder. In vier Sätzen behielt die heimische Nummer 1 die Oberhand. Horst vs. Martin Frey war die zweite Begegnung und diese sollte nicht zu viel versprechen. Stark in Form ging Horst gegen den Kontrahent an den Tisch und hatte zu Beginn erhebliche Schwierigkeiten mit den cleveren und platzierten Aufschlägen des amtierenden Deutschen Seniorenmeisters. Zwei Rückstände egalisierte der TTC'ler und hatte in der Verlängerung des fünften Durchgangs das bessere Ende für sich. Dabei sorgte in den drei letzten Sätzen nie die Zahl elf für den Satzgewinn, was für das ausgeglichene Match stand.

Nach diesem Big Point war es an Franz die Führung möglichst gegen Ansgar Fischer weiter auszubauen. Auch hier begegneten sich zwei Spieler auf einem Niveau, das nicht weit voneinander abwich. Franz glänzte dabei mit ansehnlichen Blocks und entnervte sein Gegenüber einige Male. In den beiden engen Sätzen setzte er sich durch und konnte in vier Durchläufen das 5:1 auf die Anzeigetafel bringen. Michael spielte da schon parallel gegen Gunnar Weidner, der mit seinem wechselnden Spiel aus Abwehr und Angriff zu Beginn Verwirrung stiftete. "Zisch" bewies Kämpferherz und ließ sich von einem zweimaligen Rückstand nicht aus der Bahn werfen. Punkt um Punkt spielten sich auch hier beide Akteure Richtung Satzende... dass es nicht der Abend der Denzlinger sein sollte, zeigte die die zweite knappe Niederlage im Entscheidungsdurchgang. Schon jetzt schien bereits eine Vorentscheidung gefallen. Dabei bestand nun noch die Frage wie viele Zähler man dem Schlusslicht noch gestattete.

Frank war dabei nicht in Geberlaune und brachte abgesehen von einem zweiten Satz, der von eigenen Fehlern behaftet war, sein Duell gegen Jürgen Schmid in souveräner Manier nach Hause. Einmal mehr demonstrierte er dabei seine gute Form im neuen Jahr. Enger ging es hingegen zwischen Philipp und Georg Sammel zu. Gegen den Angstgegner der Suggentäler Nummer 6 startete diese zu spät eine versprechende Aufholjagd. Nach einem 0:2 Rückstand kam Philipp noch einmal zurück und stand kurz davor den fünften Durchgang zu erzwingen. Doch eine gute Performance reichte gegen den humorlosen Denzlinger nicht aus, der den Spielstil des ehemaligen Teamkollegen perfekt entschlüsselt hat und zuletzt regelmäßig die Glückwünsche einheimste. Doch diese Niederlage war in der Gesamtbetrachtung kein Beinbruch, da der 7:2 Gesamtscore für glückliche Gesichter im Silberberghaus sorgte.

Nach den weiteren Vergleichen im vorderen Paarkreuz hatte die Differenz weiterhin Bestand. So konnte Fabian gegen Frey zwar hin und wieder mit tollen Bällen glänzen, doch die Erfahrung seines Gegenspielers gab in den drei knappen Sätzen schlussendlich den Ausschlag. Horst korrigierte den Punktverlust umgehend, in dem er in derselben Dauer Weitkamp als Verlierer den Tisch verlassen ließ. Auch hier hatte der Nachwuchsspieler sehenswerte Bälle zu bieten, was am Ende jedoch keinen Einfluss auf den Spielstand hatte. Bei 8:3 hätte Franz somit das Spiel beschließen können, was ihm jedoch nicht gelingen sollte. Konzeptlos agierte er dabei gegen Weidner, der mit seinem Noppenbelag erfolgreich die Wirkungskreise des Suggentälers bekämpfte. Nachdem Franz sein Spiel nach zwei klar verlorenen Durchgängen änderte entwickelte sich urplötzlich ein völlig neues Szenario. Doch erfolgreich sollte dies nicht sein, da der verbissen geführte vierte Satz an den Gast ging.

Verlass war aber auch Michael - weiterhin prächtig aufspielend machte er den Sack gegen Fischer zu. Dabei gelang ihm im zweiten Satz das Kunststück einen 2:8 Rückstand mit neun Punkten in Serie auf seine Seite zu ziehen und seinem Gegner damit die letzten Reserven zu rauben. Zwar hatte Frank im Schnelldurchgang schon gegen Sammel gewonnen, jedoch war dies nicht mehr nötig. Die Nummer 4 des TTC gewann den dritten Satz und sorgte somit für den verdienten Erfolg im zweiten Match der Rückserie. Bekanntlich hängen Freund Leid im Tischtennis dicht beieinander und gewisse Spielausgänge sorgen für einen gänzlich anderen Spielverlauf als er möglich gewesen wäre. Dennoch waren die Herren I an diesem Abend der korrekte Sieger und sorgten dafür, dass der geographische Nachbar in den verbleibenden Spielen die Punkte zum Klassenerhalt an anderen Orten einfahren muss. Vor dem Doppelspieltag Anfang Februar stehen nun erst einmal zwei Wochen Pause an und die Gewissheit zum Spitzenfeld der Liga zu gehören. Wie die sechs anderen Partien der Woche verlaufen sind finden sie unter Spielberichte.

 

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